Zunder (1993)

Überfälle, Übergriffe, Überbleibsel.

Zürich: Diogenes Verlag 1993 ISBN 3-257-22775-2
F.: Le feu aux poudres. Attaques, aggressions et autres scories. Editions Zoé 1995.
Verlagstext:
In Zunder notiert Meienberg verschiedenartigste Gewalttätigkeiten, harsche Wirklichkeiten und geplatzte Träume. Es ist die Rede vom angeblichen Sieg der Alliierten im sauber präsentierten Golfkrieg und dem aufblühenden Fundamentalismus in Algerien; von der Misere im Maghreb und dem Rassismus in den Vorstädten von Paris; vom Einsturz des marxistischen Denkgebäudes (Louis Althusser) und dem Wuchern der Esoterik (im Berner Oberland); von der ethnischen Säuberung in Karabach; von unserer Gewöhnung an das tägliche Gemetzel in Bosnien und vom Tod der Mutter. Ausserdem enthält Zunder einen Brief an Salman Rushdie und einen andern an den Chefredakteur von >Oslobodjenje< in Sarajewo.
»Für mich ist Meienberg vor allem ein grosser Prosaautor. Wo diese Prosa schliesslich erschienen ist, das ist gleichgültig. Das ist ähnlich wie bei Heine. Heinrich Heine hat einen grossen Teil seines Werks für Zeitungen geschrieben. Das gehört heute zur verbindlichen deutschen Prosa.«
Kommentare:
Peter von Matt / SonntagsZeitung, Zürich
»Ein erfolgreicher, ein prominenter, umstrittener, vielleicht der bedeutendste Journalist seines Landes: Radikaldemokrat, Kämpfer, Nestbeschmutzer, Poet.«
Wolfgang Schreiber/Süddeutsche Zeitung, München
»Die Reportagensammlung Zunder ist Vermächtnis und zugleich Anklageschrift gegen Gewalt jedweder Art.«
Peter M. Hetzel / Schweizer Illustrierte, Zürich

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