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Es ist kalt in Brandenburg. Ein Hitler Attentat (1980)

Ein Hitler-Attentat. Zürich: Limmat Verlag 1980 (vergriffen)Taschenbuchausgabe: Verlag Klaus Wagenbach 1990.
F.: Maurice Bavaud a voulu tuer Hitler. Editions Zoé 1982.
Verlagstext:
«Hier in Brandenburg herrscht ein ewiger Winter», schrieb Maurice Bavaud, der Schweizer Missionsschüler, der Hitler töten wollte, am 22. August aus dem Gefängnis Plötzensee. Das war neun Monate, nachdem er vom Volksgerichtshof Berlin zum Tode verurteilt worden war (weil er es unternommen hatte, «dem deutschen Volk seinen Retter zu nehmen»), neun Monate bevor er aus der Todeszelle geführt wurde. Am 14. Mai 1941 starb Bavaud unter dem Fallbeil. (...) Dass die zuständigen deutschen Richter den vergessenen Toten 1955 noch zu fünf Jahren Zuchthausverurteilten, weil im Sinn des 211 des StGB auch das Leben eines Diktators ein schützenswertes Gut sei (da könnte ja jeder kommen), ist einer der besonders normalen Skandale der bundesrepublikanischen Wirklichkeit einer von denen, auf die Niklaus Meienberg in seinem Dokumentarfilm über Maurice Bavaud stiess. (...)
«Es ist kalt in Brandenburg, schrieb Meienberg nach diesem Film. Das ist kein Materialbuch, kein Buch über Filmen, auch keine Dokumentation eines Attentats, obwohl Meienberg sehr genau dokumentiert. (...) Meienbergs Sprache schafft eine neue Stufe der Beteiligung. Präzise ist sie und klar, zurückhaltend, trocken (nie vernebelnd), schön. Und niemals missbraucht er, auch wenn die Erinnerung es unumgänglich machen, die Parallelen zu heute zu ziehen, diesen Maurice Bavaud, um etwas zu beweisen (wie dieser arme Pöstler-Sohn herhalten musste für eine wissenschaftlich interessante «Fou a Deux»-These; wie ihn Hochhuth gebrauchte als Kronzeugen gegen den Hegelschen Weltgeist; wie jüngst der SPIEGEL rücksichtslos sein Andenken einer Attacke auf Hochhuth opferte). Die Behutsamkeit, fast Scheu, diese Unaufdringlichkeit, mit der Meienberg Realität erkundet, zeichnet sein Protokoll eines Hitler-Attentats aus. Süddeutsche Zeitung
Urner, Klaus: Ein Schweizer Held oder zwei Opfer der Nazijustiz? Zum Gedenken an Maurice Bavaud und Marcel Gerbohay. In: NZZ, 7. November 1998. 
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