Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. (1977)

Mit einem Nachwort von Richard Dindo. Darmstadt: Luchterhand 1977. Erweiterte Neuauflage: Zürich: Limmat Verlag ISBN 3-85791-201-4
F.: Lexécution du traître à la patrie Ernst S. Editions Zoé 1992.
Kein Text der Schweizer Gegenwartsliteratur hat soviel Aufsehen erregt wie Niklaus Meienbergs Reportage über den Landesverräter Ernst S., der aus Geldnot und Frustration den Nationalsozialisten Granaten und läppische Informationen vermittelt und dafür mit dem Leben bezahlt. Während die erfolgreiche Verfilmung der Enquete in Deutschland mit einer hohen Auszeichnung bedacht wurde, suchte die offizielle Schweiz Meienbergs Arbeit von Beginn an zu behindern, sperrte ihm Archivmaterial, das hoffähigen Historikern zugänglich war, und verweigerte eine Qualitätsprämie. Im neu hinzugefügten zweiten Teil des Buches schildert der Autor ausführlich die unorthodoxen Mittel und «illegalen, aber legitimen» Umwege, die er finden musste, um dieses ausgesparte Kapitel der Schweizer Zeitgeschichte darlegen zu können.
Zur Bedeutung des Werks für die Schweizer Literatur vgl.:
Peter von Matt: Die tintenblauen Eidgenossen. Über die literarische und politische Schweiz. München 2001, S. 46-49. 
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